Diagnose- und Clearingwohngruppen
Was sind Diagnose- und Clearingwohngruppen?
Diagnose- und Clearingwohngruppen sind eine stationäre Jugendhilfemaßnahme, in die Kinder und Jugendliche für einen begrenzten Zeitraum aufgenommen werden, um an einem strukturierten Clearingverfahren mit fundierter Perspektivklärung und sozialpädagogischer Diagnostik teilzunehmen.
Wann kommen Kinder in eine Diagnose- oder Clearingwohngruppe?
Eine Übergabe in eine Clearingstelle ist erforderlich, wenn akute Krisen, Kindeswohlgefährdung, Inobhutnahme oder unklare Perspektiven eine umfassende fachliche Einschätzung des Kindes notwendig machen, da die am besten geeignete langfristige Hilfe zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht absehbar ist. Im Rahmen einer multiprofessionellen Diagnostik werden die familiären Ressourcen, die schulische Situation, die emotionale Entwicklung sowie mögliche Traumatisierungen oder Entwicklungsverzögerungen analysiert.
Was ist das Ziel von Diagnose- und Clearingwohngruppen?
Das Ziel einer Diagnose- oder Clearingwohngruppe ist es, dem Jugendamt eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die weitere Hilfeplanung eines Kindes zu liefern. Auf dieser Grundlage wird entschieden, ob eine Rückführung in die Herkunftsfamilie, eine Anschlussmaßnahme oder eine langfristige stationäre Unterbringung für das betroffene Kind am besten geeignet ist. Dabei steht das Kindeswohl immer an erster Stelle.
Unsere Leistungen bei Diagnose- und Clearingwohngruppen
In den Gesellschaften der JUVANDIA bieten wir mehrere spezialisierte Diagnose- und Clearingwohngruppen mit einem umfassenden Leistungsspektrum an. Dazu gehören unter anderem:
- Sozialpädagogische Diagnostik
- Strukturierte Beobachtungsverfahren
- Krisenintervention und Stabilisierung
- Schulische Einbindung und Leistungsdiagnostik
- Elternarbeit und systemische Familiengespräche
- Perspektivklärung und Rückführungsprüfung
- Erstellung fundierter Entwicklungsberichte
- Vorbereitung und Begleitung in Anschlussmaßnahmen
05221 960 -0
info@juvandia.de
Häufig gestellte Fragen zu Diagnose- und Clearingwohngruppen
Dieses Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche mit unklarer Perspektive, nach Inobhutnahme oder bei komplexen familiären Problemlagen, bei denen eine vorherige, umfassende Diagnostik für weitere Hilfen erforderlich ist.
Das Clearing in der Jugendhilfe dauert in der Regel zwischen drei und sechs Monaten, abhängig vom individuellen Bedarf und der Fragestellung des Jugendamts.
Es wird eine konkrete Empfehlung zur weiteren Hilfeform ausgesprochen, beispielsweise Familienrückführung, Wechsel in eine Wohngruppe, Übergangswohngruppe oder ambulante Unterstützung.
